Tobias Kreten, M.A.

Tutorium, Projekt ForContext

Lebenslauf

Tobias Kreten studierte Digital Humanities und North American Studies an der Georg-August-Universität Göttingen und schloss mit dem Bachelor of Arts ab. 2026 folgte der Master of Arts in Digital Humanities. Seit Oktober 2026 promoviert er bei Prof. Dr. Martin Langner.

Seit 2022 ist er am Institut für Digital Humanities tätig, unter anderem im Göttingen 3D Lab zur 3D-Digitalisierung von Kulturgütern, in Projekten zu Virtual Reality und immersiven Vermittlungsformen sowie im Projekt forContext. In der Lehre betreut er Tutorien zu den Vorlesungen Einführung in die Digitale Bild- und Objektwissenschaft und Was machen eigentlich die DH?

Zurzeit forscht Tobias Kreten dazu, wie sich computergestützte Verfahren und geisteswissenschaftliche Interpretation in der Filmanalyse zueinander verhalten. In seinem Promotionsvorhaben Visual Hermeneutics in Computational Film Studies: A Methodological Approach (Arbeitstitel) untersucht er, welche formalen Strukturen multimodale Modelle in Filmen erfassen und wo ihre semantische Interpretierbarkeit an Grenzen stößt. Ausgangspunkt sind die Forschungsumgebung CineSearcher, die multimodales Retrieval mit visuellen und quantitativen Analyseverfahren verbindet, und seine Masterarbeit Beyond the Frame: Formal Legibility and Semantic Limits in Only God Forgives, in der er diese Verfahren an Nicolas Winding Refns stark stilisiertem Film erprobte. Darauf aufbauend entsteht mit CineSearcher Continuum eine Umgebung, in der sich der Weg von der Exploration eines Films bis zu seiner begründeten Interpretation nachvollziehen lässt. Wiederkehrende Themen seiner Arbeit sind visuelles Retrieval, das Verhältnis von maschineller Repräsentation und Interpretation sowie produktives Scheitern als Erkenntniskategorie der Digital Humanities.